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Chronik
Ehrend Gedenken wir unserer
verstorbenen Mitglieder,
die durch ihr Wirken die
Freiwillige Feuerwehr Ottersberg
geschaffen und für uns erhalten haben.
Ihr Werk wird uns Verpflichtung sein.
Die Allgemeinheit nimmt es heute als selbstverständlich hin, das sich Frauen und Männer freiwillig in einer Gemeinschaft zusammengefunden haben, deren Aufgabe der Schutz des Nächsten ist, die unauffällig wirkt, meistens den Blicken der Öffentlichkeit entzogen; von der man aber weiß, dass sie im Bedarfsfall zur Stelle ist und dass man sich auf ihre Hilfe und ihren Schutz verlassen kann; sei es bei einem Schadenfeuer, einem Katastropheneinsatz oder zu karitativen Zwecken.
Selten aber weiß der Außenstehende, welche persönlichen Opfer für den Einzelnen erforderlich sind, wie viel Disziplin und Kameradschaft, um ständig für einen Einsatz gerüstet zu sein und ihn auch erfolgreich abschließen zu können. Idealismus ist für einen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr eben kein leeres Wort.
Das diese Selbstverständlichkeit nicht immer vorausgesetzt werden konnte, ergibt sich aus den wenigen erhaltenen Dokumenten und aus Berichten älterer Mitglieder der Feuerwehr, die uns einen Überblick über die Ottersberger Feuerwehr und das Feuerlöschwesen schlechthin ermöglichen.
Damals wie heute soll das Motto aller Feuerwehrfrauen und -männer sein:
Retten-Löschen-Bergen-Schützen
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Ottersberg:
Vor 1886 musste nach den damals geltenden Gesetzen und Verordnungen jeder männliche Einwohner vom 18. bis zum 60. Lebensjahr in der örtlichen Pflichtfeuerwehr seinen Dienst für den örtlichen Brandschutz tun.
Einige in Ottersberg wohl angesehene Männer wussten, dass die „freiwillige Hilfeleistung“ weit angenehmer und vor allen Dingen schlagkräftiger sein würde.
Dem Aufruf dieser Männer zur Gründung einer „Freiwilligen Feuerwehr“ folgten 40 Männer:
Dietrich Gieschen |
Wilhelm Schlobohm |
Heinrich Giese |
Johann Tamke |
Heinrich von Bargen |
Otto Klenke |
Heinrich Hasselhoff |
Hinrich Bahrenburg |
August Lütje |
Johann Lilienthal |
Friedrich Ahlers |
Johann Lemmermann |
Hermann Bullerkist |
Heinrich Schlobohm |
Victor Hahn |
Christoph Lemmermann |
Christoph Harneit |
Wiegand Freese |
Wilhelm Schröder |
Wilhelm Siegel |
Friedrich von Spreckelsen |
Johann von Bargen |
Joseph Weishoff |
Friedrich Knoke |
Friedrich Diekhoff |
Ernst Neumann |
Johann Seekamp |
Johann Schackenberg |
Heinrich Classen |
Heinrich Schumacher |
Hermann Bischoff |
Heinrich Fricke |
Wilhelm Röhrs |
Wilhelm Cordes |
Georg von Bargen |
Wilhem Fortride |
Moritz Freudenberg |
Heinrich Röhrs |
Carl Rudolf |
Johann Schlobohm |
Der Gastwirt Diedrich Gieschen wurde zum „Feuerwehrhauptmann“ gewählt.
Eine Spritze wurde der damaligen Pflichtfeuerwehr gestellt und im Stallgebäude von „Gieschen`s Hotel“ untergebracht.
Der Stall wurde zum Spritzenhaus umgebaut.
Im Jahr 1887 wurden die ersten eigenen Anschaffungen getätigt, so z.B. eine Abprotzspritze, 2 Leitern, 6 Feuerpatschen, Lederhelme und einige Uniformen.
„Rasant“ ging es mit der Ottersberger Feuerwehr auf und ab:
1891 erstand die Feuerwehr einen Schlauchwagen und eine Schlauchhaspel.
1901 wurde eine eigene Musikkapelle gegründet.
Stiftungsfest 1902 vor dem damaligen "Gieschen`s Hotel"
1905 wurde das damalige Spritzenhaus gegenüber dem heutigen REWE-Markt gebaut.
1913 wurden die Instrumente der Musikkapelle verkauft und von dem Erlös Schlauchmaterial und Geräte angeschafft.
1926 bekam die Feuerwehr Ottersberg eine 1200 Liter Kraftspritze.
1932 wurde das Sanitärkorps von 12 Kameraden der Feuerwehr gebildet.
1936 wurde ein alter Lkw gekauft, der umgebaut als Mannschafts- und Gerätewagen diente. Mit diesem Fahrzeug wurden im letzten Krieg außerhalb des Löschbereichs 15 Einsätze in Bremen und ein Einsatz in Hamburg durchgeführt.
1945 wurde dieses Fahrzeug beim Einmarsch der Alliierten Truppen mitgenommen.
1946 stellte der Landkreis Verden einen ehemaligen englischen Sanitätswagen zur Verfügung. Dieser wurde als Mannschafts- und Gerätewagen hergerichtet.
1951 erhielt die Wehr ein gebrauchtes Lf 15, da die Motorspritze nicht mehr ausreichte, bzw. schadhaft war.
1956 wurde für die Feuerwehr Ottersberg, inzwischen zur Schwerpunktfeuerwehr im Landkreis Verden ernannt, ein TFL 16 T angeschafft.
1962 feierte die Feuerwehr Ottersberg am 28. und 29. Juli Ihr 75-jähriges Jubiläum. Bedingt durch die Zusammenlegung mit dem Kreisaufmarsch, wurde es um ein Jahr verschoben.
1963 stellt der Landkreis Verden der Feuerwehr Ottersberg einen Pulverlöscher P 250 zur Verfügung.
1964 wurde ein neues LF 8 angeschafft.
1976 Abriss des alten Spritzenhauses in der Grünen Strasse und Umzug in das neue Gerätehaus hinter dem Rathaus.
1981 wurde der Fuhrpark durch einen VW-Bus erweitert. Dieser wurde in Eigenleistung zu einem Mannschaftstransportwagen umgebaut.
Ebenfalls wurde der Feuerwehr Ottersberg ein GW-Z übergeben.
1986 fand das 100-jährige Jubiläum auf dem Marktplatz statt. Historisches wurde auf der Kreisfeuerwehrverbandstag beschlossen. Ab sofort dürfen in den Feuerwehren weibliche Mitglieder aufgenommen werden.
1987 nahm die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Wilhelm Mahnken Ihre Arbeit wieder auf. Ebenfalls wurde das TLF 8/8 in Dienst gestellt.
1988 hatte der Mannschaftstransportwagen ausgedient. Er wurde durch einen Einsatzleitwagen ersetzt.
1989 sorgte ein heftiges Sommergewitter für 25 Einsätze im Ortsbereich.
1990 fanden die Umbauarbeiten in der ehemaligen Hausmeisterwohnung des Rathauses Ihren Abschluss. Dort bezog nun die Ortsfeuerwehr Ottersberg Ihre neuen Sozial- und Auffenthaltsräume.
1991 spendeten die Gerätewarte der Ortsfeuerwehr Ottersberg Ihre Aufwandsentschädigungen der Gemeinde für die Erhaltung des TLF 16 und baten darum, dies im Besitz der Ortsfeuerwehr zu lassen. Trotzdem wurde das TLF 16 an die Gemeinde Ohorn überführt.



1992 wurden die Vorbereitungen für das traditionelle Osterfeuer wegen erhöhter Auflagen vorerst eingestellt. Auch der Osterball, der nach einiger Zeit wieder durchgeführt wurde, wurde Bestandteil der Chronik;Ein gegenseitiger Besuch der Feuerwehren aus Ottersberg und Ohorn fand ebenfalls in diesem Jahr statt.
1993 feierte die Jugendfeuerwehr Ottersberg Ihr 25-jähriges Jubiläum.
1994 wurden etliche Mittel in die Ausrüstung zur Gefahrgut-Feuerwehr investiert; Angelika Thiemann wurde als erste Frau in die Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr Ottersberg aufgenommen.
1995 richtete die Ortsfeuerwehr im Rahmen des Frühlingszaubers einen "Tag der offenen Tür" aus.
1996 legten die Ortfeuerwehren Ottersberg, Posthausen und Otterstedt Ihre Kleiderkammern zusammen; Zum 110- jährigen Jubiläum fand eine Wochenendfahrt in den Spreewald statt; Die Jugenfeuerwehr bekam zu einer 3-Tagesveranstaltung Besuch aus Polen. Im Gegenzug fuhr eine Delegation der Ortsfeuerwehr Ottersberg nach Opole/Oberschlesien; Eine Alarmierung zu einem Großeinsatz in Verden, war der erste Gefahrguteinsatz für die Ortsfeuerwehr Ottersberg.
1997 wurde das alte LF 8 restauriert und der Jugendfeuerwehr übergeben.
2000 sorgte der Jahrtausendwechsel für großes Aufsehen. So musste auch die Ortsfeuerwehr Ottersberg den Jahreswechsel mit Bereitschaftsdienst im Gerätehaus verbringen.
2003 richtete die Ortsfeuerwehr erstmals wieder ein Osterfeuer aus. Der neue Standort am Sportplatz fand in der Bevölkerung grossen Anklang.
2005 bezog die Kleiderkammer die neuen Räumlichkeiten über den Gemeindegaragen; Am 17.12.2005 wird der " Förderverein Freiwillige Ortsfeuerwehr Ottersberg e.V." gegründet; Während eines Fahrsicherheitsdienstes verunfallte das LF 8 und erlitt einen Totalschaden. Zum Glück wurde bei dem Unfall niemand verletzt; Eine Neuauflage des Laternenumzuges sorgt für regen Zuspruch in der Bevölkerung.
2006 war das Geburtsjahr des "Fördervereins der Ortsfeuerwehr Ottersberg e.V."
2007 schlug während eines heftigen Sommergewitters, innerhalb von zwei Minuten drei mal der Blitz im Ortsbereich ein. Ein Reetdach gedecktes Fachwerkhaus wurde ein Opfer der Flammen.
2008 feierte die Jugendfeuerwehr Ottersberg Ihr 40-jähriges Bestehen in der Aula der Wümmeschule in Ottersberg. Die am 25.04.68 von Jakob Janke und Hans-Ludwig Norden gegründete Jugendfeuerwehr ist mittlerweise eine der ältesten im Landkreis Verden.
Am 07.08.2088 sorgte eine Windhose in und um Ottersberg für einen Großeinsatz der Feuerwehren. Allein im Ortsbereich von Ottersberg gingen 69 Alarmmeldungen ein.
2011 wird der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Ottersberg ein GWL-2 (Gerätewagen Logistik) übergeben.